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ETF-Akademie Indexfonds erklärt

Indexfonds sind für viele ein Synonym für viele ETFs (börsengehandelte Indexfonds). Ihr Ziel ist es, den Wert eines Index nachzubilden – zum Beispiel den DAX Index, der den Wert deutscher Aktien misst.

Investieren in Indexfonds: Nicht erst seit 2022 im Trend

Investieren in Indexfonds, auch als passives Investieren bezeichnet, hat stark an Popularität gewonnen. Dies ist die von ETFs hauptsächlich praktizierte Anlagemethode. Aktive Anleger in traditionellen aktiv gemanagten Fonds versuchen, einen Index zu übertreffen – mit gemischtem Erfolg. Passive Anleger hingegen erkennen die Grenzen menschlicher Akteure an und versuchen lediglich, den Wert eines Index mittels Indexfonds nachzubilden.

Was ist ein Indexfonds?

Ein Indexfonds ist ein Fonds, der auf dem Index-Investieren basiert

Ein Indexfonds ist ein passiver Fonds. Ein professioneller Fondsmanager konstruiert einen Fonds, der für Sie einen Index nachbildet. Es werden z.B. bei einem Dax ETF alle im Dax Index enthaltenen Aktien in der gleichen Gewichtung gekauft.

Passiv verwaltete Indexfonds und passiv verwaltete ETFs sind beide darauf ausgelegt, die Wertentwicklung eines bestimmten Index nachzuvollziehen. Anstatt zu versuchen, die Performance eines Referenzindexes zu übertreffen, versuchen sie einfach, die Performance des zugrunde liegenden Indexes zu erreichen. Es gibt Hunderte von verschiedenen Indizes und viele verschiedene Indexanbieter, die den Anlegern ein breites oder gezieltes Engagement bieten können.

Die Unterschiede zwischen passiv verwalteten Indexfonds und börsengehandelten Indexfonds (ETFs) sind wiederum auf die Struktur der beiden Anlageformen zurückzuführen. Obwohl beispielsweise ein ETF, der den S&P 500 abbildet, und ein Indexfonds, der den S&P 500 abbildet, ähnliche Ziele verfolgen, ist die Handelbarkeit des ETF viel größer.

Was sind die Vorteile von Indexfonds?

Indexfonds und ETFs verlangen von Anlegern deutlich niedrigere Gebühren als aktive Fonds. Der Grund dafür ist einfach: Der Vermögensverwalter muss nicht für aktive Fondsmanager, Analysten und externes Research bezahlen. Sie führen auch nicht so viele Transaktionen durch. Es hat sich gezeigt, dass die Verwaltungskosten im Laufe der Zeit einen großen Teil der Rendite aufzehren. Die folgende Simulation zeigt, wie sich verschiedene Kostenniveaus auf eine Anfangsinvestition von 10.000 über 30 Jahre auswirken. Wenn man statt 2% nur 0,25% jährliche Kosten zahlt, kann man fast doppelt so viel Kapital erhalten – unter Annahme einer gleichbleibenden Rendite.

Die Auswirkungen der Gebühren

Die Auswirkungen von Gebühren beim Investieren

Quelle: VanEck.

Viele aktive Fondsmanager rechtfertigen ihre hohen Gebühren mit der Möglichkeit einer überdurchschnittlichen Performance. Die objektive Forschung bestätigt dies jedoch nicht. Die Börse sind heute einfach zu effizient, als dass talentierte professionelle Anleger ständig fehlbewertete Anlagen identifizieren könnten. Die nachstehenden Daten zeigen beispielsweise, dass über einen Zeitraum von fünf Jahren 75,27% der aktiven amerikanischen Aktienfonds mit hoher Marktkapitalisierung und 75,17% der aktiven europäischen Aktienfonds mit hoher Marktkapitalisierung nicht einmal die Wertentwicklung ihrer Vergleichsindizes erreichten.

Prozentualer Anteil der in Europa und den USA domizilierten Aktienfonds, die ihre Benchmarks nicht übertreffen

Quelle: SPIVA Scorecard; 31.12.2021.

Indexfonds: Warum nutzt sie nicht jeder?

Die Antwort ist, dass Indexfonds relativ neu sind und bereits jedes Jahr von immer mehr Menschen genutzt werden. ETFs (börsengehandelte Indexfonds), die speziell darauf abzielen, einen Index nachzubilden, gewinnen in Europa stetig Marktanteile hinzu. Gegenwärtig sind etwa 10% des Vermögens in diesen Fonds investiert. In dieser Hinsicht liegt Europa hinter den USA zurück, wo Indexfonds bereits das Doppelte ausmachen. In beiden Regionen ist die Tendenz steigend.

Marktanteil der ETFs für Europa und die USA

Quelle: Morningstar Asset Flows. Stichtag: 1/1/2008 - 31/03/2022.

In der Vergangenheit haben viele eher Finanzberater aktive Fonds empfohlen, da diese für sie rentabler waren. Entweder wurden die höheren Gebühren von dem Finanzinstitut bzw. der Bank, für das sie arbeiteten, eingestrichen, oder es wurden Provisionen gezahlt. Neue Vorschriften wie die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) sollen dafür sorgen, dass die Finanzberater die Interessen ihrer Kunden in den Vordergrund stellen. Mit welchen Folgen? Die Nachfrage nach Indexfonds stieg, da die Gebührenstruktur vieler Finanzprodukte transparenter wurde.


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